Schutzlacke

Verbesserter Schutz für bessere Leiterplattenleistung

  • Nach UL, MIL und IPC-CC-830 zertifiziert
  • Mit Lösungsmitteln entfernbare und lösungsmittelfeste Schutzlacke
  • Schutzlacke auf Acryl-, Silikon- und Polyurethanbasis sowie Mischformen
  • UV-härtende und wasserbasierte Optionen sind verfügbar
  • UV-Spur zur leichteren Kontrolle
  • Verdünner und Abdeckmasken

Schutzlacke sind Speziallacke, die Leiterplatten und zugehörige Bauteile vor Umwelteinflüssen schützen sollen. Die Schutzlacke werden üblicherweise mit einer Dicke von 25-75 μm aufgetragen und passen sich dabei den Konturen der Leiterplatte an. Sie besitzen eine ausgezeichnete Schutz- und Abdeckwirkung und verlängern so die Lebensdauer der Leiterplatte.

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Der Einsatz von Schutzlacken ist im Automobil-, Militär-, Luft- und Raumfahrt-, Marine-, Beleuchtungs- und Industriebereich sowie in der Ökostrombranche von besonders großer Bedeutung. Infolge der schnellen Entwicklung der Elektroindustrie finden Schutzlacke daneben auch den Weg in die Branchen für Haushaltsgeräte und mobile Elektronik, da sie für ein breites Spektrum an Elektrogeräten die erforderliche Kombination aus Leistungsstärke und Zuverlässigkeit bieten.

Schutzlacke können in verschiedensten Umgebungen eingesetzt werden, um Leiterplatten vor Feuchtigkeit, Salzsprühnebeln, Chemikalien und extremen Temperaturen zu schützen und so z. B. Korrosion, Schimmelbildung und Stromausfälle zu verhindern. Die Schutzwirkung dieser Lacke ermöglicht eine höhere Spannung und geringere Leiterbahnabstände und versetzt Entwickler so in die Lage, die Anforderungen in Sachen Miniaturisierung und Zuverlässigkeit zu erfüllen.

Electrolube gehört weltweit zu den führenden Experten bei der Entwicklung und Anwendung von Schutzlacken, die so konzipiert sind, dass sie die internationalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen (einschließlich europäischer und amerikanischer Militärspezifikationen). Die aktuelle Produktauswahl umfasst Acryllacke, Silikonlacke, Polyurethanlacke, chemische Mischformen und umweltfreundliche Alternativen.

Electrolube bietet sowohl transparente als auch pigmentierte Schutzlacke, die Leiterplatten entweder optisch aufwerten oder tarnen. Das Sortiment umfasst außerdem ergänzende Produkte, die die Verwendung der Schutzlacke unterstützen, u. a. Verdünner und Entferner, abziehbare Schutzmasken und thixotrope Materialien für sogenannte „dam and fill“ Anwendungen.

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Aushärtungsmethoden für Schutzlacke

Aushärtung unter Wärme / Aushärtung durch Verdunsten

Lösungsmittelbasierte Schutzlacke härten durch die Verdunstung von Lösungsmitteln aus. Dieser Prozess kann in den meisten Fällen durch den Einsatz von Wärme beschleunigt werden, wodurch jedoch bei falscher Durchführung die Eigenschaften des Lacks beeinflusst werden können und Fehler im Lack entstehen können. Im Fall des silikonbasierten DCA von Electrolube zum Beispiel erreicht man durch die Aushärtung unter Wärme eine zusätzliche Chemikalienbeständigkeit und stark verbesserte Eigenschaften. Ohne die Aushärtung unter Wärme bietet der Lack lediglich einen guten Schutz gegen Feuchtigkeit.

AFA, ein nicht vernetzender, lösungsmittelbasierter Acryllack, erreicht dagegen unabhängig von den Aushärtungsbedingungen dasselbe Schutzniveau. Die Verwendung von Wärme beschleunigt lediglich den Prozess.

UV-härtende Schutzlacke

UV-härtender Schutzlack

Bei der UV-härtung wird intensives ultraviolettes Licht verwendet, um eine chemische Reaktion im Lack auszulösen, so dass dieser in den Bereichen, die der UV-Strahlung ausgesetzt sind, praktisch unmittelbar aushärtet. Aufgrund der Dreidimensionalität der meisten Baugruppen wird es fast immer Bereiche geben, die von der UV-Strahlung nicht erreicht werden (z.B. unter Komponenten). Daher ist ein zweiter Aushärtungsmechanismus erforderlich. Feuchtigkeit ist der meistverwendete sekundäre Auslöseprozess, da dafür kein zusätzlicher Prozessschritt erforderlich ist. Trotzdem sind Formulierungen erhältlich, die Wärme verwenden, obwohl die Aushärtungszeiten relativ lang sind (30 min oder mehr) und die Temperaturen ziemlich hoch (>120°C), was die Baugruppe einer zusätzlichen thermischen Ermüdung aussetzt.

UV-härtende Materialien sind beliebt in Umgebungen mit hohem Durchsatz, da die Teile in den meisten Fällen bereits Sekunden nach dem Aushärtungsprozess weiterbearbeitet werden können, was die Herstellungsgeschwindigkeit erhöht und den Umlaufbestand (WIP) reduziert.

Feuchtigkeitshärtende Lacke

Feuchtigkeitshärtende Lacke benötigen zur Aushärtung Feuchtigkeit aus der Umgebung. Die Feuchtigkeit in der Atmosphäre kann die Aushärtungsgeschwindigkeit beeinflussen: eine Erhöhung der Feuchtigkeit beschleunigt den Prozess oft. Befeuchter können in konventionelle- und IR-Öfen eingebaut werden, um eine höhere Feuchtigkeit zu erzeugen und diesen Prozess zu beschleunigen. Mit diesen Produkten muss vorsichtig umgegangen werden. Wenn Behälter lange Zeit offen sind, wird die Feuchtigkeit absorbiert und der Lack beginnt auszuhärten.

  • Im Fall der Tauchbeschichtung kann eine trockene Argondecke über die Oberfläche des Behälters gelegt werden, um dafür zu sorgen, dass der Lack bei der Verarbeitung trocken bleibt.